Plot
Viel beschworen und oft zitiert sind die Comics aus der Feder von Hansrudi Wäscher und die sogenannte Zack-Ära. Aber während Wäschers Kreationen wie Sigurd und Nick die fünfziger und frühen sechziger Jahre prägten, hatten die Serien, die in dem Magazin »Zack« abgedruckt wurden, einen großen Einfluß auf die Leser der späten siebziger und frühen achtziger Jahre. Warum die Zeit dazwischen kaum Beachtung findet, ist für viele immer noch ein Rätsel. Ist doch gerade diese Periode von einem Mann geprägt, der sich deutsche Comictradition auf die Fahnen geschrieben hatte: Rolf Kauka. Der gebürtige Sachse, der zuletzt in den Vereinigten Staaten lebte und häufig als der deutsche Walt Disney bezeichnet wurde, startete bereits 1953 mit seiner Comic-Produktion, aus der im Laufe der Jahre Publikationen wie »Fix & Foxi«, »Lupo Modern«, »Super Tip Top« oder »Primo« hervorgingen. Und Kauka war auch einer der ersten, die das Potential der franko-belgischen Comics auf dem deutschen Markt erkannten. Serien wie »Asterix« (Siggi & Babarras), »Spirou« (Pit & Pikkolo), »Gaston« (Jo-Jo) oder »Rolf und Mikki« (Mick Tangy) füllten schon früh die Seiten seiner Hefte und Taschenbücher. Dennoch ist der Name Kauka eng mit den in Eigenproduktion enstandenen Comic-Charakteren verbunden. Wer erinnert sich nicht mehr an Fix und Foxi und deren Onkel Fax, an Lupo, Tom und Klein Biberherz, Professor Knox oder die Pichelsteiner?
Grund genug, das Schaffen dieses Mannes einer neuen Generation von Lesern näherzubringen. In der Reihe »Rolf Kauka Classics« werden die besten Serien aus der deutschen Comicschmiede in sorgfältiger Überarbeitung, neu koloriert, handgelettert und weitmöglichst kompletter Fassung ediert. Ausführliche redaktionelle Beiträge behandeln die Hintergründe des jeweiligen Charakters, die Herkunft, Entstehungsgeschichte und Erstveröffentlichung der jeweiligen Erzählung.